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Partnerschaft

Die Partnerschaft mit La Loupe - Freundschaft verbindet

Wappen La Loupe

Ende der 1960er Jahre hat die Gemeinde Pfalzgrafenweiler eine Partnerschaft mit dem französischen La Loupe geschlossen, die einen wichtigen Teil der Ortsgeschichte darstellt. Begonnen hat alles mit einem Fest. Im Sommer 1967 gastierte bei einem Heimatabend des Verkehrsvereins in der hiesigen Festhalle eine Volkstanzgruppe aus der französischen Partnerstadt von Baiersbronn, Nogent-le-Rotrou. In Vertretung des Bürgermeisters nahm der leider allzu früh verstorbene Gemeinderat Wilhelm Reichert an der Veranstaltung teil. Er war von der Darbietung der jungen Franzosen so angetan, dass er den Leiter der Gruppe nach den Möglichkeiten einer Partnerschaft mit einer französischen Gemeinde fragte.

In der nächsten Gemeinderatssitzung informierte er das Gremium über sein Ansinnen. Der Bürgermeister und die Räte standen dem positiv gegenüber. Ein Glücksfall war, dass der Leiter der Nogent-Gruppe gleichzeitig Dirigent der Musikvereine von Nogent-le-Rotrou und La Loupe war. Wieder zu Hause, nahm er Kontakt mit dem damaligen Bürgermeister von La Loupe, Raymond Duprè, auf. Dieser besprach das Partnerschaftsthema in seinem Gemeinderat.

Erste Kontakte

Garten Partnerstadt La Loupe

Im Spätsommer 1968 lud dann die Stadt La Loupe eine Delegation aus Pfalzgrafenweiler zu Besprechungen über eine mögliche Partnerschaft ein. Zehn Personen machten sich auf den weiten weg über Paris, Chartre, und noch 40 Kilometer weiterwestlich nach La Loupe. Mit überwältigender Herzlichkeit wurden sie empfangen. Bei einer Fahrt durch die Stadt und die nähere Umgebung lernten sie Vertreter Pfalzgrafenweilers die dortigen Verhältnisse kennen. Betont herzlich trennte man sich, nicht ohne eine Einladung für den Besuch einer Delegation aus La Loupe nach Pfalzgrafenweiler auszusprechen.
Wieder in Pfalzgrafenweiler wurde bei einer Besprechung mit den Schulleitern, den Vereinsvorsitzenden und dem Gemeinderat die Eindrücke der Reise eingehend besprochen. Letztendlich zeichnete sich ab, dass in Pfalzgrafenweiler überwiegend eine zustimmende Haltung zu einer Partnerschaft mit La Loupe eingenommen wurde.

Am 21. Februar 1969 kam dann eine vierköpfige Delegation mit den Herren Jacques Braguy, Daniel Bonjouan, Marcel Maintenant und dem Dirigenten des Musikvereins, Marcel Douvenot, aus La Loupe in den Schwarzwald. Bei diesem Besuch wurden die Formalitäten für den offiziellen Abschluss der Partnerschaft inklusive entsprechender Urkunden besprochen. Als die Vier sich wieder verabschiedeten, waren sie vollkommen überzeugt, dass es zu einer Partnerschaft kommen würde, denn sie hätten auch in Pfalzgrafenweiler größtes Interesse festgestellt.

Die Partnerschaft wird offiziell besiegelt

Am 6. September 1969 war es dann endlich so weit. Bei einem Festakt im Musiksaal der Pfalzgrafenweiler Schule unterzeichneten die Bürgermeister Duprè und Fiechtner die Partnerschaftsurkunde. In ihren Ansprachen betonten die Vertreter der Gemeinden, dass diese Partnerschaft auch über die beiden Städte hinaus einen Beitrag für eine gemeinsame Zukunft Deutschlands und Frankreich darstelle.
Dies war der offizielle Auftakt einer intensiven Partnerschaft mit einer langen Reihe von Begegnungen. Die späteren Bürgermeister Galsterer in Pfalzgrafenweiler sowie Georgeaud und Renard in La Loupe haben die Partnerschaft mit großem Engagement weitergeführt.
Ein wesentlicher Aspekt davon war von Anfang an der Schüleraustausch. Mehr als 400 Schüler beider Schulen haben seither am jährlichen Austausch teilgenommen. Dadurch sind zahlreiche langjährige Freundschaften zwischen Familien entstanden.

Schöne und lustige Erlebnisse verbinden

Auch die Vereine der beiden Gemeinden pflegen intensive Kontakte zueinander, aus denen schon häufiger intensive Freundschaften entstanden sind. Die vielen schönen Erlebnisse, die es dabei in all den Jahren gab, können natürlich nicht alle hier beschrieben werden. Aber einige besondere Ereignisse sind schon erwähnenswert. 1971 ist der Musikverein bei seinem allerersten Besuch in La Loupe mit Pauken und Trompeten, im Geleit die Gemeindevertreter, durch die Hauptstrasse bis vors Hotel de Ville (Rathaus) marschiert. Beim abendlichen Festakt spielten sie klassische Stücke. Im anschließenden gemütlichen Teil haben sich die Musiker dann mit „In München steht ein Hofbräuhaus“ in die Herzen der Festgäste gespielt.

Hervorgehoben werden sollte auch die Verbindungen zwischen den Fußballern von La Loupe und den PHÖNIX von Pfalzgrafenweiler. Begonnen hat diese beim Ostertunier 1970 in La Loupe. Außer der Mannschaft von La Loupe spielten alle Teilnehmer in der höchsten französischen Amateurliga, für das Phönixteam eine ganz große Herausforderung. Bei allen Spielen konnte sich der damalige Phönix-Vorstopper Willi Jeutter, heute nennt man diese Spielposition Libero, auszeichnen. Die Gegner kamen einfach nicht an ihm vorbei. Deshalb prägen sie den Begriff "Willi Beton", denn er war von Beruf Maurer.

Der Liederkranz Pfalzgrafenweiler hat mit dem Chor "Le Clè des Chants" eine herzliche Freundschaft geschlossen und dies durch regelmäßige Besuche gezeigt. Als Krönung dieser Verbindung wirken die französischen Freunde 1990 beim Festkonzert anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Liederkranzes mit.

Gemeinsam Feste feiern

Den etwas trockenen Festakt zum dreißigjährigen Partnerschaftsjubiläum 1999 lockerten die Mitglieder des Liederkranzes, als Zigeuner verkleidet, mit ein paar Zigeunerliedern von Brahms auf.
Eine eher später entstandene Verbindung besteht zwischen dem Pfalzgrafenweiler Verein "Gartenfreunde" mit dem La Loupeer Verein „Pilzfreunde“. Bei dem Besuch einer Gruppe des Vereins in Pfalzgrafenweiler waren diese ganz begeistert von den vielen im Schwarzwald wachsenden Pilzen, die sie bis jetzt noch nicht kannten. 1993 besuchten die Weilermer Gartenfreunde die Pilzfreunde in La Loupe, um mit ihnen deren zwanzigjähriges Jubiläum zu feiern.

Sehr förderlich für die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden war oft die engen persönlichen Freundschaften zwischen Personen und ganzen Familien. Krönung solcher Kontakte sind natürlich Ehen, die durch die Partnerschaft entstanden sind, so auch die Verbindungen von Anne-Marie Goislard mit Edgar Fiechtner, dem Sohn des früheren Bürgermeisters.
Als 1969 die Partnerschaftsurkunden unterzeichnet wurden war dies nicht nur eine Absichtserklärung, sondern der Schlüssel, der uns den Weg öffnet, den wir gemeinsam für den Frieden der Völker gehen wollen.

Partnerschaftskomitee

Ansprechpartner:
Bernard Hild, Kirchstraße 3, 72285 Pfalzgrafenweiler
Fon. 07445 / 1201
info@bernard-m-hild.eu
www.partnerschaftskomitee.bernard-m-hild.de

Dieter Lutz, Grundstraße 23, 72285 Pfalzgrafenweiler
Fon. 07445/2493

Partnerschaften

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