Energie Konzept
Erstellung von 11 Energie-Konzepten für kommunale Gebäude
Schlussbereicht
Den Schlussbereicht der Energie-Konzepte als Download
1. Angaben zur Gemeinde
Die Gemeinde Pfalzgrafenweiler gehört zum Landkreis Freudenstadt (Ba.-Würt.) und setzt sich aus einem Kernort mit 6 Teilorten (Bösingen, Durrweiler, Herzogsweiler, Edelweiler, Kälberbronn und Neu-Nuifra) zusammen. Die Gemeinde Pfalzgrafenweiler hat etwa 7.200 Einwohner.Hinzukommen, dass täglich Kinder und Schüler aus den umliegenden Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeinden unser Schulzentrum (Grund-, Haupt- und Realschule) bzw. unsere Kindergärten besuchen.Die Gemeinde ist im Besitz von über 50 Liegenschaften, die zusammen ine Größe von weit mehr als 10.000 m² haben.
2. Beschreibung der Ausgangssituation
Die durch die Gemeinde benannten Gebäude:
- Schulzentrum Bj. ca. 1964 (Hauptgebäude, Langbau und Pavillion)
- Kindergarten Sonnenschein Bj. ca 1995
- Kindergarten Krümelkiste Bj. ca. 1981
- Kindergarten Regenbogen Bj. ca. 1994
- Kindergarten Rabennest Bj. ca. 1970
- Hallenbad Bj. ca.1963
- Turn- und Festhalle Bj. ca. 1934
- Bauhofgebäude Bj. ca. 1996
- Rathaus Pfalzgrafenweiler Bj. ca. 1912
sind aufgrund ihres Alters nicht mehr mit dem heutigen Stand der Technik zu vergleichen. Die bauliche Substanz (Bauhülle und innere Anlagentechnik) muss um wirtschaftlich Unterhalten werden zu können, den heutigen Normen angepasst werden. Große Aufmerksamkeit muss man auf die Bereiche: Wärmedämmung, Verglasungen, Heizungsanlagen, Beleuchtungs- und Lüftungstechnik legen, da in diesen Bereichen großes Verbesserungspotential besteht. Bei den derzeitigen Gebäudezuständen hat die Gemeinde sehr hohe Unterhaltungskosten aufgrund der schlechten Wirkungsgrade der alten Heizungsanlagen sowie der unzulässigen Wärmedämmwerte der Aussenhüllen.
3. Zielsetzung der Konzepte bzw. der Umsetzung
Die Energiekonzepte sollen die Grundlage zur Umsetzung der energetischen Sanierungsmaßnahmen bilden. Durch die Erstellung der Konzepte kann für jedes einzelne Gebäude die bestmögliche Sanierungsmöglichkeit aus technischer und wirtschaftlicher Sicht erarbeitet werden und jegliche alternative Energieeinsparpotentiale können berücksichtigt werden. Die Zielsetzung für die Gemeinde Pfalzgrafenweiler muss es sein, Ihre kommunalen Gebäude so wirtschaflich und umweltfreundlich wie nur möglich betreiben zu können, um ein Vorbild für andere Gemeinden, gewerbliche Firmen und private Haushalte zu sein.
4. Beschreibung der geplanten Maßnahmen
- Ermittlung und Auswertung der aktuellen Wärmebedarfssituation auf Basis von Berechnungen der Nichtwohngebäude auf Grundlage der aktuellen EnEV bzw. DIN V 18599 (Energiebilanzierung)
- Durchführung von wärmetechnischen Berechnungen von möglichen Wärmedämmmaßnahmen und Zusammenstellung von Maßnahmenpaketen
- Technische und wirtschaftliche Bewertung der Maßnahmenpakete
- Aufnahme und Bewertung der Ist-Zustands der Wärmeerzeugung der kommunalen Gebäude
- Darstellung und Untersuchung der möglichen Alternativen der Wärmeerzeugung, der möglichen effizienzsteigernden Maßnahmen sowie der mögliche Integration von erneuerbaren Energie für die Wärmeversorgung
- Technische und wirtschaftliche Bewertung der Wärmeerzeugungsalternativen unter Berücksichtigung der zukünftigen Wärmebedarfssituation sowie möglicher zentralen Wärmeerzeugung und Nahwärmeversorgungsnetz
- Erstellung von Energiekonzepten für die einzelnen Gebäude mit verschiedenen Ausführungsvarianten des baulichen Wärmeschutzes und der Anlagentechnik auf Basis der Ergebnisse der Untersuchungen
5. Darstellung, welche Akteure in die Konzepterstellung bzw. Umsetzung eingebunden werden
- Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMU seinen Projektträger: Projektträger Jülich (PtJ-EEN), Forschungszentrum Jülich GmbH, 52425 Jülich beauftragt.
Förderkennzeichen der Gemeinde: 03KS0302
- TÜV-Süd Industrie Service GmbH ist hauptsächlich für die Erarbeitung und Erstellung der Energiekonzepte zuständig.
- Von der Gemeinde zusätzlich gestelltes Personal (2 Personen), sollen dem TÜV-Süd jegliche Informationen über einzelne Gebäude bzw. über Ihre Entstehungsgeschichte liefern, benötigte Daten aus vorhandenen Bauakten liefern und in allen Bereichen zur Verfügung stehen.
- Ein unabhängig von der Gemeinde beauftragter Architekt soll eng mit dem TÜV-Süd zusammenarbeiten. Er soll prüfen, ob die Konzepte auch vor Ort, aus praktischer Sicht umgesetzt werden können und hilft gegebenenfalls alternative Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Des Weiteren kann dieser sich auch schon in die einzelnen Konzepte der Gebäude einarbeiten und dies wird die Umsetzung der Konzepte sehr vereinfachen, welche von diesem durchgeführt werden.
6.Projektdauer
Die Erstellung der Konzepte wird sich voraussichtlich über mehrere Monate im Jahr 2009 und vielleicht auch 2010 erstrecken. Einzelne Gebäude wie Kindergärten, Hallenbad, Schulzentrum usw. benötigen einer besonderen zeitlichen Erstellung der Konzepte, da Ihr täglicher Ablauf keinesfalls beeinträchtigt werden darf. Aus diesem Grund kann es bei der Erstellung der Energiekonzepte zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Zeitlicher Ansatz der Erstellung ist daher voraussichtlich vom 01.04.2009 bis 31.03.2010.